Das Gegenteil von gut ist gut gemeint

In der heutigen NZZaS blickt Susanne Ziegert nach Berlin. Dort läuft zuzeit ein gross angelegtes Experiment: kann ein „Mietzinsdeckel“ zur Entspannung der Wohnungsnot und zur Senkung der Mieten beitragen? Aber statt die Auswirkungen zuerst einmal durch zu denken, entschied sich die Politik dort gleich für den Feldversuch. Und das Resultat ist schon nach einem Jahr ernüchternd.

Selbst die Genossenschaften beklagen, dass sich Investitionen in die Sanierung oder den Bau nicht lohnen würden. Und für institutionelle Investoren, die für die Renten der Versicherten eine Rendite erwirtschaften müssen, wirkt sich ein Mietzinsdeckel ohnehin prohibitiv aus. Das Resultat ist wenig überraschend eine weitere Verknappung des Wohnungsangebotes. Bleibt zu hoffen, dass die Stadtregierungen und Parlamente auch hier zur Kenntnis nehmen, dass staatliche Eingriffe in den Wohnungsmarkt kaum zum erhofften Resultat führen, sondern vor allem der eigenen Klientel schaden. Dies war schon vor einem Jahr absehbar: Berlin ist für Investoren ein Albtraum.

Link zum Beitrag in der NZZaS: https://nzzas.nzz.ch/wirtschaft/mietendeckel-in-berlin-das-gegenteil-von-gut-ist-gut-gemeint-ld.1600453

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