Was wir gegen die Krise tun können

6. Oktober 2011 Off By Martin Arnold

Derzeit deutet viel darauf hin, dass die westliche Welt in eine Krise gerät. Wie kann sich die Schweiz behaupten? Geraten wir automatisch mit in den Strudel? Oder gibt es Rezepte, wie unser Land diese grosse Herausforderung besser meistern könnte?

Im Moment deuten viele Faktoren darauf hin, dass die westliche Welt und damit die Schweiz vor einer nächsten Krise stehen. Nicht das die Schweiz in der Vergangenheit erhebliche Fehler begannen hätte – im Gegenteil. Es sind die Länder mit denen wir die engsten wirtschaftlichen Verflechtungen haben, die ins Trudeln geraten sind. Ein Grossteil des Wohlstandes ist durch überhöhte Verschuldung entstanden, der Konsum erfolgte auf Pump. Verschiedene Europäische Länder stehen vor dem Ruin und sind nicht mehr in der Lage, diesen aus eigener Kraft abzuwenden. Die Anspruchsgruppen die man in den vergangenen Jahrzehnten durch staatliche Umverteilung geschaffen hat, sind zu gross geworden. Und die Schweiz als sicherer Hafen für erarbeitete Vermögen wird damit Opfer ihres eigenen Erfolgs. Der spekulativ überhöhte Frankenkurs schadet dem Export massiv und die Angriffe der überschuldeten Staaten dies- und jenseits des Atlantiks machen uns zusätzlich Sorgen. Sicher ist zudem, dass die „Rettungsschirme“ die schon in Serie geknüpft werden dazu geeignet sind, auch die gesünderen Volkswirtschaften mit in den Strudel zu ziehen.

Was ist also angesichts dieser ausweglos scheinenden Lage zu tun? Eigentlich ist die Antwort darauf nicht so schwierig: Rückbesinnung auf die Werte, welche die Schweiz stark gemacht haben. Eigenverantwortung, Freiheit, Solidarität, Bescheidenheit, Selbstbestimmung und ein zurückhaltender Staat. Was die Politik aber jüngst liefert, läuft genau in die entgegengesetzte Richtung. Wir werfen uns selber Knebel zwischen die Beine. Der überhastete Atomausstieg und das Prinzip Hoffnung in der Energieversorgung, die unnütze CO2-Abgabe, der Raumplanungsbericht, neue Gesetzte, Regelungen und Einschränkungen soweit das Auge reicht, aber auch die Schrittweise Aufgabe wichtiger Werte schwächen unser Land. Mit Verlaub – das sind die übermütigen Rezepte aus der vergangenen Zeit des frivolen Konsums. Schlechte Kopien dessen, was Andere bereits gemacht haben und nun ausbaden müssen. Sie taugen definitiv nicht, um die vor uns liegende Zukunft erfolgreich meistern zu können.